Unsere Gemeinde stellt sich vor

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Monatsvers Februar:

Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte. (1. Korinther 7,23)

Für mich arbeiten 57 Sklaven. Die allermeisten Bürger des römischen Reiches würden mich für diesen Wohlstand beneiden. Natürlich arbeitet kein Sklave in unserem Garten. Das Essen kochen wir uns selbst. Und es lässt auch niemand das Bad für uns ein. Wie komme ich also auf diese Zahl? Ich habe den Schnelltest auf www.slaveryfootprint.org gemacht.

Natürlich frage ich mich, ob das sein kann. Die Zahl ist so hoch! Wir sind so stolz auf die Menschenrechte. Überall gibt es anscheinend Kontrollen. Man kann auch fragen, wie genau so ein Test ist. Ich wurde nicht gefragt, ob ich meinen Kaffee fair einkaufe und nach welchem Standard meine Kleidung gefertigt ist. Aber dieser Test einer Non-Profit-Organisation, die auch vom amerikanischen Innenministerium gefördert wird, offenbart etwas Schockierendes: Heute arbeiten weltweit 27 Millionen Menschen als Sklaven. Das sind deutlich mehr als vor der sogenannten Abschaffung der Sklaverei. Die Bereiche in denen die Sklaven arbeiten sind vielfältig: Das Schürfen von Edelsteinen und wertvollen Erden zur Produktion von technischen Geräten. Der Kakaoanbau, wo in großer Zahl Kinder entführt und versklavt werden. Die Zwangsprostitution, die in Deutschland gerade deshalb deutlich zunimmt, weil wir die Prostitution legalisiert haben, um sie besser kontrollieren zu können…

Wir sind Gott teuer. Er hat sich unsere Freiheit viel kosten lassen. Setzt sie nicht auf’s Spiel! Ganz konkret buchstabiert Paulus in seinen Briefen Lebensbereiche durch: Die Ehe, das Verhältnis zwischen Kindern und Eltern, das Eheleben, das Miteinander von Menschen mit verschiedener Herkunft und Prägung, das Miteinander beim Gottesdienst und am Abendmahlstisch, auch das Verhältnis von Herr und Sklave. Immer wieder ruft Paulus zur Freiheit auf.

Aber ist nicht gerade das das Problem? Menschen nehmen sich zu viele Freiheiten heraus. Menschen behaupten ihre Freiheit auf Kosten anderer. Warum mahnt Paulus zur Freiheit? Warum geißelt er sie nicht?

Und wenn ein freier Mensch das einfach nicht nötig hat? Wenn ein Mensch, der frei ist, auch anderen ihre Freiheit lässt und sich für ihre Freiheit einsetzt? Paulus steht die Freiheit vor Augen, die einen Menschen bei Christus und in sich selbst ruhen lässt. Wenn wir Christus betrachten, werden wir in sein Ebenbild verwandelt und bekommen Anteil an seiner Herrlichkeit. Das ist ein geistlicher Prozess. Wer sich auf Christus konzentriert, wird in seinem Kern gefestigt. Das macht frei (vgl. 2. Korinther 3,17+18).

Beides hängt zusammen: Menschen werden frei und lassen andere frei. Wer für sein Image nicht jedes Jahr ein neues Smartphone braucht, entlässt Menschen im Kongo aus der Sklaverei. Wer genügsam weniger Kleidungsstücke braucht, ist eher bereit einen fairen Preis dafür zu bezahlen. So lange wir Menschen versklaven, zeigen wir doch nur, wie unfrei wir selber noch sind.

Wir können eine Unterschrift für die Freiheit und gegen die Sklaverei geben. Die Kampagne www.lieferkettengesetz.de macht sich für ein Gesetz stark, das deutsche Unternehmen in die Pflicht nimmt. Sie sollen in der Lieferkette auf die Einhaltung von Menschenrechten achten.

Wir sind Gott teuer. Alle.

Sören Brünninghaus

 

 

 

 


Bild: Jozef Polc/ 123RF

 

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