Unsere Gemeinde stellt sich vor

Herzlich willkommen auf der Seite der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Oldenburg (Baptisten) Kreuzkirche. Wir laden Sie ein, unsere Gemeinde online kennenzulernen. Wenn Sie mehr erfahren wollen, nehmen Sie doch einfach Kontakt zu uns auf. Oder noch besser, kommen Sie einfach mal vorbei. Wir würden uns freuen.

Monatsvers November:

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt. (Hiob 19,25)

Auf jeder Kranzschleife unserer Gemeinde befindet sich dieser Vers. Eine vor Gewissheit nur so strotzende Aussage. Auch wenn der/ die Verstorbene diesen Satz so vielleicht nie gesagt hätte. Weil es nicht seine/ ihre Art gewesen wäre. Oder weil der Glaube so stark gar nicht war. Wir leihen uns Worte der Bibel. Wir beziehen sie auf unser Leben. Nehmen sie – unabhängig von Gefühl und Befindlichkeit – für uns in Anspruch. So darf man im Glauben handeln. Da geht es nämlich nicht nur um subjektive Empfindungen. Es geht um Gottes Zusage. Sie gelten lassen. Mitunter gegen den Augenschein.

Dass das auch beim Autor dieses Satzes nicht anders war, können wir im Hiobbuch nachlesen. Das „aber“ erinnert daran. Denn dieses „aber“ steht für Hiobs Trotz. Er lässt sich von seinen Freunden nicht unterkriegen. Sie merken, wie übel Hiob dran ist. Sie meinen, sein Leid deuten zu können.  Sie mahnen, Hiob solle Buße tun. Doch Hiob weigert sich. Er sieht sich durch die Reden seiner Freunde geplagt. Sie sollten endlich erkennen, dass Gott ihm Unrecht getan habe (19,6). Keinesfalls seien Tod der Kinder und eigene Krankheit eine Folge seiner Sünde. Nein, Gott würde ihm wieder Recht verschaffen. Ihn, Hiob rehabilitieren. Dann würden die Freunde zum Schweigen gebracht werden: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!

Von Jesus Christus ist hier im Alten Testament noch nicht die Rede. Aber als Gläubige des neuen Bundes können wir ja nicht anders, als diese Verbindung herzustellen. Jesus, unser Erlöser. Der uns Recht verschafft. Der uns rehabilitiert und unbedingt auf unserer Seite ist.

Sein Einstehen für uns zeigt sich nicht immer – so wie dann später bei Hiob – in Gesundheit und Wohlstand. Unsere Kränze legen davon Zeugnis ab. Aber vor allem hat der leidende Christus davon Zeugnis abgelegt. Und doch liegt im Kreuz Erlösung. Es ist das Ja-Wort Gottes über diese leidende Schöpfung. Das Trostwort schlechthin.

Wir gehen auf die dunkle Jahreszeit zu. Ende Oktober wurde die Uhr umgestellt. Dann dämmert es auch dem Letzten, die sonnigen Zeiten sind vorerst vorbei. Die Gedenktage (Volkstrauertag, Ewigkeitssonntag) im November unterstreichen den Ernst. Viele werden in diesen Tagen melancholisch. Die Blätter fallen von den Bäumen. Und auch wir schenken dem Vergehen Aufmerksamkeit.

In der Gemeinde wollen wir uns im November einem besonderen Thema widmen. Gibt es eigentlich einen Zusammenhang zwischen Glauben und Gesundheit? Ist es buchstäblich heilsam, um einen Erlöser zu wissen? Dem wollen wir in einer Predigtreihe und einem Thementag am ersten Novemberwochenende nachspüren. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Und nebenbei plädiere ich, demnächst auf unseren Kranzschleifen auch das „aber“ mit aufzunehmen. Mir scheint, es sollte unbedingt Bestandteil des obigen Verses bleiben.

Mit den besten Wünschen für die dunkle Jahreszeit

Ihr und Euer

Martin Seydlitz

 

 

 


Bild: Jozef Polc/ 123RF

 

Termine

24
Nov
Gottesdienst
10:00 Uhr
24
Nov
Gottesdienst 12Punkt1
12:01 Uhr
01
Dez
Gottesdienst mit Abendmahl
11:00 Uhr
08
Dez
Gottesdienst
10:00 Uhr
08
Dez
Gottesdienst 12Punkt1
12:01 Uhr
15
Dez
Gottesdienst
10:00 Uhr