Unsere Gemeinde stellt sich vor

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Monatsspruch Mai:

Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir. (2. Samuel 7,22)

Wie peinlich, findet Michal. Ihr Mann David, König von Juda und Israel, tanzt wie ein einfacher Mann in einen Sack gekleidet die Straße entlang. Wir sind doch nicht irgendwer! Wir haben ein Reich zu repräsentieren! Als David nach Hause kommt, lässt sie alle Verachtung in die Spitze ihrer Zunge fließen: „Wie herrlich ist heute der König von Israel gewesen! Er hat sich vor den Mägden seiner Knechte entblößt. Wie die einfachen Leute!“ „Vor JHWH will ich spielen. Ja, ich will gerne noch viel geringer vor ihm werden als so“, entgegnet ihr Mann, „und gerne auch niedrig in meinen eigenen Augen. Aber die Mägde, von denen du geredet hast, werden mich respektieren.“

2. Samuel 6 erzählt von Demut und Größe und von Respekt, Ehre und Gottesfurcht. JHWHs tragbares Heiligtum, die Bundeslade, findet ihren bleibenden Ort in Jerusalem. David wird einmal mehr bewusst, wie erhaben JHWH ist. Erst will er gar nicht, dass das Ehrfurcht erregende Heiligtum in seiner Stadt unter kommt. Aber er fasst Mut, als er sieht, welchen Segen JHWH Menschen spendet, die ihn ehren. Schließlich freut er sich, dass JHWHs Heiligtum nach Jerusalem kommt. Er tanzt begeistert vor der Lade her. Dass er sich derart vor JHWH demütigt, findet Michal peinlich. Aber sein Volk zollt ihm dafür Respekt. Bis heute gilt er als der König Israels. In seiner Demut zeigt David Größe.

„Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir.“ Gerne würde David JHWH auch ein schönes Heiligtum bauen, ein Haus, das seinem eigenen Palast in keinster Weise nachsteht. Aber JHWH lehnt das ab. Erst Davids Sohn Salomo soll das Heiligtum errichten. Zeigt auch JHWH Demut, dass er nicht auf den Bau eines Heiligtums drängt? Auf jeden Fall zeigt er Größe, stellt David fest: „Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir.“

Über das erste Gebot schreibt Martin Luther: „Ein Gott heißt das, dazu man sich versehen soll alles Guten und Zuflucht haben in allen Nöten; also, daß einen Gott haben nichts anderes ist, denn ihm von Herzen trauen und glauben; wie ich oft gesagt habe, daß allein das Trauen und Glauben des Herzens beide macht, Gott und Abgott. Ist der Glaube und Vertrauen recht, so ist auch dein Gott recht; und wiederum wo das Vertrauen falsch und unrecht ist, da ist auch der rechte Gott nicht. Denn die zwei gehören zu Haufe, Glaube und Gott. Worauf du nun (sage ich) dein Herz hängst und verlässest, das ist eigentlich dein Gott.“

Eine alte Sprache; aber eine aktuelle Herausforderung. Kann man sich wirklich so ganz und allein auf Gott verlassen? Ist das nicht naiv? Man gibt sich doch der Lächerlichkeit preis! Es gehört schon Mut dazu, vor Gott klein zu sein, und auch Größe.

Sören Brünninghaus


 

Bild: Werner/ pixelio.de

Termine

26
Mai
Gottesdienst 12Punkt1
12:01 Uhr
02
Jun
Gottesdienst mit Abendmahl
10:00 Uhr
09
Jun
Gottesdienst
10:00 Uhr
09
Jun
Gottesdienst 12Punkt1
12:01 Uhr
16
Jun
Gottesdienst
10:00 Uhr
23
Jun
Taufgottesdienst am Woldsee
10:00 Uhr