Unsere Gemeinde stellt sich vor

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Monatsvers Januar:

Gott spricht: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. (1. Mose 9,13)

Ich bin auf der Autobahn. Die Zeit ist knapp. Die Aufregung nagt an mir. Zum ersten Mal habe ich eine Vortragsreihe in einer mir völlig unbekannten Gemeinde zu halten. Ob das Vorbereitete die Bedürfnisse der Besucher trifft? Ich bin noch nicht lange Pastor. Selbstzweifel meine ständigen Begleiter. Nehmen die mich überhaupt für voll?

Mitten in meine Gedanken hinein irgendwo auf einer deutschen Autobahn zieht mich dann ein Naturschauspiel in den Bann. Ich weiß es noch wie heute. Ein leuchtender Regenbogen – im Licht der untergehenden Abendsonne noch eindrucksvoller – fordert meine ganze Aufmerksamkeit. Ich kann in dem Moment gar nicht anders, als die Zusage des Regenbogens ganz auf mich zu beziehen. Ich fange an, laut zu beten und Gott für dieses Zeichen zu danken. Ich merke, wie sich Zuversicht und Hoffnung in mir ausbreiten: Alles wird gut!

Ein skeptischer Zeitgenosse hätte sich vielleicht beim Zusehen und Zuhören gewundert: „Denkt der wirklich, Gott hätte den Regenbogen ganz allein für ihn an den Himmel gezaubert?“

Ich weiß, dass ich damals als Jugendlicher bei dieser Bibelstelle immer gestutzt habe. Hatte ich doch in der Schule gelernt wie Regenbögen entstehen. Feinste Wassertröpfchen zerlegen das Licht in seine Bestandteile, die Spektralfarben. Von wegen, Gott redet zu Noah und malt ein Wunder an den Himmel...

Aber weder Skeptiker noch Fundamentalisten, scheint mir, erfassen das Geschenk, das in der Aussage unseres Monatsspruches liegt. Da geht es nicht um ein übernatürliches Wunder. Nicht um Mirakel, die jeder wissenschaftlichen Deutung trotzen. Ich bin übrigens eher unsicher, ob es die überhaupt gibt. Vielmehr haben Noah und seine Familie und nach ihnen Abraham und Sara, Jakob und Rahel und viele andere Gott in der Natur erfahren. Angesichts der bunten Farben am Himmel sanken sie auf die Knie und spürten, wie sie von Gottes Treue umfasst sind. Der Herr ist groß. Er lässt es regnen und wieder die Sonne scheinen. Er hat die Gezeiten eingerichtet, Tag und Nacht, Sommer und Winter. Mein kleines Leben ist aufgehoben in seiner Allmacht.

Die Noah-Geschichte berichtet von einer schlimmen Katastrophe. Viele Fragen sind da aufgeworfen. Vom Zorn Gottes ist die Rede, von Strafe und von Neuanfang. Am Ende steht ein Versprechen. Es soll gelten bis zum Ende der Zeiten: Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. (1. Mose 8,22). Und dann ist beschrieben, wie Gott als Zeichen seiner immerwährenden Liebe zu den Menschen einen Bogen an den Himmel setzt. Wenn die Farben am Himmel sie staunen lassen, sollen sie an Gott denken. Vertrauen fassen. Ihn loben. Überwältigt werden und beschließen, dem Vater im Himmel gern zu dienen.

Das habe ich damals im Auto getan. Und seither immer wieder. Nichts kann zur Gesundheit meiner Seele mehr beitragen.

Mit besten Wünschen für den ersten Monat des neuen Jahres

Euer Martin Seydlitz

 

Bild: Werner/ pixelio.de

Termine

20
Jan
Gottesdienst
10:00 Uhr
27
Jan
Gottesdienst
10:00 Uhr
27
Jan
Gottesdienst 12Punkt1
12:01 Uhr
03
Feb
Wuselgottesdienst im Winterspielplatz
11:00 Uhr
10
Feb
Gottesdienst mit Abendmahl
10:00 Uhr
10
Feb
Gottesdienst 12Punkt1 mit Abendmahl
12:01 Uhr