Unsere Gemeinde stellt sich vor

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Monatsspruch für September 2017:

„Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.“ (Jesus nach Lukas 13,13)

„Wer kommt in den Himmel?“. Ich erinnere mich, dass wir uns diese Frage in Jugendstunden regelmäßig gestellt haben. „Angenommen, jemand hat wirklich noch niemals von Christus gehört? Also ein Insulaner irgendwo im Ozean...“.

Wir haben diese Fragen nicht aus Langeweile gestellt. Es hat uns beschäftigt: Wenn es stimmt, dass Gott alle Menschen retten will (1 Timotheus 2,4). Und wenn es gleichzeitig stimmt: Alle gehen verloren, die nicht an Christus glauben (Markus 16,16). Wie bekommt Gott das hin?

Auf diesem Hintergrund wirkt Jesu Antwort sehr schroff. Gerade wird er gefragt (Vers 23): „Werden viele oder werden wenige gerettet?“. Jesus erzählt daraufhin das Gleichnis von einem Hausherrn, der seine geladenen Gäste abweist. Der sie sogar als „Übeltäter“ bezeichnet und nichts mehr mit ihnen zu tun haben will. Stattdessen, so Jesus, „werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes“. Dann folgt unser Monatsspruch. (Am besten mal im Original nachlesen.)

Es scheint: Jesus mag die spekulativen Fragen nicht. Er mag es nicht, wenn aus der Position der Sicherheit heraus über das Los der anderen sinniert wird. Wir haben natürlich das Heil, aber das Unheil der anderen besorgt uns ein wenig. Stattdessen erschüttert Jesus die Heilsgewissheit seiner Hörer. Und konfrontiert sie mit Gottes grenzüberschreitenden Heilswillen: „Ihr werdet euch wundern!“

Persönlich bin ich sicher, Jesus nimmt unsere Fragen nach dem doppelten Ausgang der Geschichte sehr ernst. Er verwehrt uns das Nachdenken und Forschen, das Sinnieren und Verstehenwollen nicht. Auch will uns der große Seelsorger nicht in Unruhe über unsere ewige Heimat bei Gott versetzen. Jedoch schadet es uns offenbar nicht, dem Zweifel ein wenig Raum zu lassen. „Bin ich selbst noch auf dem richtigen Weg?“ Diese Frage entspricht den Nachfolgern Jesu mehr als: „Wo führt der Weg der anderen hin?“. Überhebliche Selbstsicherheit und Gottvertrauen passen nämlich nicht zusammen. Wahre Frömmigkeit braucht nicht die Verdienste anderer klein und die eigenen Verdienste groß machen. Wer sich an den Gott Israels hängt, soll wissen, der liebt es, die Kleinen zu erhöhen und die Großen zu erniedrigen. So war das schon immer. Und so preist Jesus die Kinder selig (Lukas 18,16) und die Armen (Lukas 6,20). Das sind die einzigen Personengruppen, die sich ihres Heils nach Jesus sicher sein können! Wenn das nicht Stoff zum Nachdenken und Innehalten ist.

Martin Seydlitz

Termine

24
Sep
Gottesdienst
10:00 Uhr
24
Sep
Gottesdienst 12Punkt1
12:01 Uhr
29
Sep
"66 Minuten" Feierabendkonzert
20:00 Uhr
01
Okt
Erntedank-Gottesdienst mit Abendmahl
10:00 Uhr
08
Okt
Gottesdienst
10:00 Uhr
08
Okt
Gottesdienst 12Punkt1
12:01 Uhr