Unsere Gemeinde stellt sich vor

Herzlich willkommen auf der Seite der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Oldenburg (Baptisten) Kreuzkirche. Wir laden Sie ein, unsere Gemeinde online kennenzulernen. Wenn Sie mehr erfahren wollen, nehmen Sie doch einfach Kontakt zu uns auf. Oder noch besser, kommen Sie einfach mal vorbei. Wir würden uns freuen.

Monatsspruch Januar:

Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren. (5. Mose 5,14)

„Waruuum?“ Alle Eltern kennen diese Frage. Manchmal beantworten sie diese mühevoll und formvollendet in kindgerechter Sprache, nur um postwendend ein neues „und warum?“ zu hören. Solche Gespräche können schon mal enden mit einem entnervten: „weil ich es gesagt habe!“. Und das heißt dann: Ende der Diskussion, mach es jetzt einfach. Basta!

Wie ist das nun aber in unserem Verhältnis zu Gott? Haben seine Gebote und Regeln jeweils eine einleuchtende Ursache? Ist es so, dass wir nur lange genug nachdenken, nachfragen müssten, um letzten Endes jedes Gebot verstehen zu können? Oder haben wir umgekehrt damit zu rechnen, dass Gott einfach unseren Gehorsam erwartet.

Von der Antwort auf diese Fragen hängt viel ab. Letztlich unser Gottesbild.

Persönlich denke ich, angelehnt an Jesus (Markus 2,27), die Gebote sind allesamt als Hilfe für unser menschliches Zusammenleben gedacht. Es sind keine Regeln, die wir - ob es uns passt oder nicht – einfach zu befolgen haben. Sie ermöglichen vielmehr gesundes, heilsames Miteinander. Das Nachdenken und Nachfragen lohnt sich!

Der Monatsspruch Januar ist ein wahrer Schatz, um das zu entdecken. Wir kennen alle das Sabbatgebot. Teil der 10 Gebote. Die wenigsten wissen, dass es uns in zwei Fassungen vorliegt. Mit jeweils unterschiedlicher Begründung. In 2. Mose 20 wird der Ruhetag damit begründet, dass Gott die Erde in sechs Tagen schuf und dann ruhte. Im 5. Buch Mose erfolgt eine andere Begründung: Denn du sollst daran denken, dass du Sklave in Ägypten warst und dich der Herr dein Gott mit ausgerecktem Arm herausgeführt hat (5,15).

Der Sabbat soll gehalten werden, weil Gott keine Sklaverei will. Er ist der Gott der Hebräer, so hört es der erstaunte Pharao. Der Gott der Zwangsarbeiter. Und er steht den Unterdrückten bei. Er will sie in die Freiheit zu führen. Deshalb dürfen in Israel, dem verheißenen Land, weder Einheimische, noch Sklaven (nicht einmal die Tiere!!) rund um die Uhr arbeiten. Es wird eine Ruhe verordnet, die allen gleichermaßen gilt. So feiert Israel seine Freiheit, die auch auf die Umgebung ausstrahlt. Und so feiert Israel zugleich seinen Gott. Den Befreier der Unterdrückten.

Hält man sich das vor Augen, wird man nicht mehr ängstlich fragen, was am Sonntag erlaubt ist. (Nebenbei ist im Neuen Testament der Sabbat abgeschafft. Die Christen feierten stattdessen am ersten Tag der Woche, den Auferstehungstag Christi, ihre Gottesdienste. Ironie der Geschichte, dass durch die Hintertür dann doch der Gedanke der „Sonntagsheiligung“ bei den Christen Einzug hielt...) Man wird auch nicht den Sonntag mit gemeindlichen Verpflichtungen überlasten. Die Pflicht zum Gottesdienst entspricht nämlich ebenso wenig dem Geist unseres Monatsspruches. Vielmehr werden wir gemahnt, unsere geschöpflichen Grenzen zu sehen. Und die unserer Mitmenschen. Wir werden an einen Gott erinnert, der Gutes im Sinn hat. Unsere Freiheit. Deshalb sollen und dürfen wir uns nicht ohne Pause in Verpflichtungen einspannen lassen. Entspannung, loslassen, kann das Gebot der Stunde sein.

Waruuum? Weil Gott die Liebe und das Leben ist.

Martin Seydlitz

Termine

21
Jan
Gottesdienst
10:00 Uhr
28
Jan
Gottesdienst
10:00 Uhr
28
Jan
Gottesdienst 12Punkt1
12:01 Uhr
04
Feb
Familiengottesdienst mit Kindersegnung
11:00 Uhr
11
Feb
Gottesdienst mit Abendmahl
10:00 Uhr
11
Feb
Gottesdienst 12Punkt1
12:01 Uhr